Auf dem Weg nach Starnberg

Nachdem ich in Leipzig wieder etwas an der Bachelorarbeit geschrieben (oder vielmehr formatiert habe) und mich von meinen Ellis verabschiedet habe, ging es nun Richtung Starnberg. Auf dem Weg dahin hat der liebe Gott aber ein paar Hügel gesetzt. Ein paar viele Hügel!! Es ging oft recht steil bergauf, um dann nach nicht mal 400m oben, wieder nach unten zu fahren, keine 2km weiter ging es dann wieder von vorne los... mit dem ganzen Gepäck war das schon echt nervig! Die Anstiege waren zwischen 6-8% angesiedelt und es nervt einfach einen steilen Berg hochzufahren, wenn man ihn dann gleich wieder herunterrauscht. Das Problem ist auch: Ich muss runter zu bremsen. Ich seh zwar grob auf dem Garmin Navi ob eine Rechts- oder Linkskurve kommt, aber halt nicht so ganz wie scharf sie ist, ob man sie einsehen kann, ob noch andere Straßen drauf führen... mit dem Gepäck erreiche ich bergab sehr schnell 50km/h, aber wie will man dann noch bremsen können, wenn was unvorhergesehenes passiert!? Daher immer schön mit 35km/h runter rollen. Sicher ist sicher ;)

 

Der einzige Vorteil, und deshalb fahr ich an sich auch gerne Hügel oder Berge hoch, man hat eine geniale Aussicht von oben :D

 

 

Etwas angenehmer wurde es dann kurz vor Saalburg-Ebersdorf. Kurz davor war ich auf dem höchsten Punkt des Tages und nun ging es einen MEGA ausgebauten Radweg runter zum See. Ungelogen so 4-5km lang. Ich hab mich auf dem Weg noch kurz mit nem Mädel und ihrer Mutter unterhalten, die direkt aus der Gegend kamen. Als ich den See zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich nur: GEIL URLAUB!! Da entstand auch das Bild mit den kleinen Segelschiffen. Danach ging es in den Ort und was Essen :)

 

 

Am Ende das Tages ging es dann noch den 12% Anstieg nach Harra nach oben. Ich hab ihn nur gesehen und dacht mir so: ja klar warum nicht!? Das debile Grinsen war der völligen Erschöpfung an diesem Tag zu verdanken... mit 6km/h habe ich mich hochgequält

 

 

Am nächsten Tag war ich extrem erschöpft, geistig wie auch körperlich, und ich wusste ich brauch jetzt erstmal ne Ruhepause. Also hab ich mich gegen Mittag auf die Bank mit kleinem Tisch kurz vor Hof gesetzt und erstmal ausgiebig gegessen. Da kamen mir dann auch einige Radler entgegen und mit 3 bzw. eigentlich 4 von Ihnen hab ich mich noch etwas länger unterhalten. Sie waren gerade am Vortag gestartet und wollten jetzt 1 Woche radeln.

 

Nach dem guten Essen und 2h völligem Nichtstun, ging es mir dann auch schon etwas besser und ich bin langsam Richtung Hof reingefahren. Es war ein sehr sonniger Tag und als ich gerade in die Innenstadt reinfahre, kommt mir ein richtig guter Bratwurstgeruch entgegen und ich entscheide spontan, dass ein kleiner Nachtisch ja eigentlich immer geht ;)

 

Es wurden dann ein Radler, 2 Würschtel, ein Milchkaffee und eine Donauwelle innerhalb von 1,5h denk ich mal. Ruhig angehen dacht ich mir so. Und Tipps für das Nachtlager gab es noch oben drauf von 2 ganz netten Rentnern die mich angesprochen hatten: am Untreue-See könnte man sehr gut wild zelten. Also nichts wie hin :)

 

Vorher habe ich mir aber noch kurz den botanischen Garten angeschaut und an der Touristeninformation noch eine kostenlose Radkarte mit allen großen Flußradwegen von Bayern erhalten

 

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