Vom Sylvensteinstausee nach Innsbruck

Am 02.06 ging es dann weiter Richtung Innsbruck. Der Start an dem Tag war grau und von Nieselregen geprägt. Da mir frühs vor dem Frühstück oft noch nicht warm ist, bin ich in meinen warmen Regenklamotten losgefahren. Da der Regen etwas heftiger wurde und ich Hunger hatte, hab ich mir die nächste Bäckerei gesucht. Dies war die Bäckerei Adler in Achenkirchen. Sie war schon weit vorher ausgeschildert und ich hoffte einfach das sie gut ist ;) Das war sie dann auch. Draußen hat Alexander auf einem Autoanhänger noch frisch im Holzkohleofen gebacken, was nicht nur auf den Bildern gut aussieht sondern bei der Brezel die ich noch für die Reise mitgenommen habe, auch sehr gut geschmeckt hat J Die Bäckerei wird nun auch schon in vierter Generation geführt und die fünfte krabbelt und wankt auch schon durch die Räume ;) Außerdem gab es Kaffee, Tee und Süßgebäck für mich sowie die gute Nachricht das mich Matthias in Innsbruck hosten (beherbergen) kann. Somit kamen die ersten Lichtblicke des Tages herein. Kuchen&Kaffee plus eine Couch für die Nacht in Innsbruck. 

Dann bin ich auf einer recht steilen Abfahrt in das „Innsbrucker Tal“ abgefahren. Ich hab also mal wieder auf sehr sinnlose Weise Höhenmeter vernichten müssen… (ich stand auf der Bremse bei über 30km/h bergab auf nasser Fahrbahn und Seitenwinden). Anschließend war ich so platt vom in der Ebene fahren, dass ich noch ein, zwei kleine Pausen eingeschoben habe, als endlich die Sonne herauskam. Meine Zeitzusage an Matthias war gegen 16 Uhr und die sollte ich ohne Probleme halten können. Einmal hab ich mich dann auch wieder nach alter Tour-de-Barcelona Manier, auf eine Parkbank gehauen. Die Füße stehen dann angewinkelt aufm Boden und der ganze Oberkörper liegt auf der Bank. Jetzt nur noch den Rucksack als Kopfkissen benutzen und Augen zu und dösen ;)

Was man noch sagen kann: Die Radwege in Österreich sind sehr schön und gut ausgeschildert. Etwas ungewöhnlich fand ich nur, dass nur äußerst selten Kilometerentfernungen angeschrieben sind. In Innsbruck direkt sind die Radwege sogar noch besser angelegt: Man kann eigentlich ohne Ampeln durch die Stadt fahren, Rad- und Fußweg sind durch breitere Grünstreifen getrennt, sodass man recht wenig auf Hundebesitzer oder Eltern mit Kindern achten muss; man rollt einfach ganz gemütlich durch die schönen Grünanlagen. Auch in der direkten Innenstadt (Richtung Uni) hat man eindeutig das Gefühl, dass der Radverkehr von Anfang an(!) ein Teil der Stadtplanung war. 

Letztendlich bin ich dann kurz vor 16 Uhr bei Matthias angekommen. Er wohnt in einem schönen Haus in der Innenstadt im hellen Souterrain und hat Physik studiert und macht nun den Master in Atmosphärenwissenschaften. Das Gepäck war schnell verstaut, ich geduscht und schon konnten wir uns bei einem Tee unterhalten. Zum Abendessen gab es Basmatireis mit einem roten Curry!? Es war auf jeden Fall super lecker und die Kichererbsen und Linsen haben mich darin bestärkt, später auch mal wieder häufiger mit diesen Zutaten zu kochen. Sind lecker, vegetarisch und machen gut satt ;) Ich hab meinen obligatorischen Kuchen gebacken, aber diesmal ohne Puddingcreme, damit wir ihn am nächsten Tag mit auf den Berg nehmen konnten. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Mattcher (Mittwoch, 14 Juni 2017)

    Grüß dich.
    Dein Blog ist eine Augenweide. Gute Texte super schöne Bilder.
    Bei Gelegenheit solltest du uns mal das Rezept deines Kuchens zukommen lassen, da leider nicht jeder von uns in den Genuss gekommen ist ihn zu probieren ;-)
    Weiter so und viel Spaß bei deiner weiteren Tour.

  • #2

    Axel (Samstag, 17 Juni 2017 08:56)

    Hi Mattcher. Vielen Dank für das Lob ;)
    Hier das Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/955131201087293/Eierlikoer-Torte-mit-Sauerkirschen.html
    Erfurt war echt mega cool. Schön das du Zeit hattest!!