Insel Cres

Am 24.06 bin ich mit der ersten Fähre gegen 7 Uhr auf die Insel Cres übergesetzt. Einzig allein aus dem Grund, dass ich noch nie auf einer der zahlreichen kroatischen Inseln Fahrrad gefahren bin ;) Nachdem ich angekommen bin, ging es dann auch schon einen langen gleichmäßigen Anstieg nach oben. Da es selbst kurz vor 8 Uhr schon wieder 29°C hatte, sahen meine Hände nach 20 Minuten im Anstieg auch schon so aus, als hätte ich eine Stunde in der Badewanne gelegen: richtig aufgeweicht :D

An einem schönen Aussichtspunkt habe ich dann noch ein italienisches Pärchen aus Tirol kennengelernt. Sie fahren auch selbst gerne Rad aber waren hier mit einem Camper unterwegs. Ich hab noch etwas wertvolles Wasser und einen Pfirsich bekommen. Dann ging es weiter, aber es sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir uns auf der Insel sehen ;)

 

Ich hab dann erstmal Pause in der Stadt Cres (auf der Insel Cres) gemacht. Schön ins Cafe neben dem Supermarkt gesetzt und gechillt. Dann in die Altstadt zum Essen und Wäsche waschen. Nachdem zwei offizielle Wäschestellen nicht besetzt waren, hat mir dann ein netter Barbesitzer geholfen und wir haben die Wäsche in der Waschmaschine vom Restaurant gewaschen

Anschließend ging es noch einige Kilometer nach Lubenice. Ein Ort der mir mehrfach empfohlen wurde und das völlig zurecht. Der Anstieg war zwar recht mühsam, aber durch die gute Vorbereitung wusste ich genau wieviel Kilometer ich noch vor mir hatte und so bin ich mit einem Lächeln oben angekommen. Ich hab dann wieder wild gezeltet (neben einem leeren Camper). Es war dort extrem ruhig und ich konnte prima schlafen. Als ich Nachts dann doch mal wach geworden bin, hab ich die Gelegenheit einfach zum Sterne gucken genutzt. Ob ich die Milchstraße nun schon gesehen hab, kann ich aber nicht mit Bestimmtheit sagen... auf jeden Fall war es dort wunderschön, weil: ansonsten auf der ganzen Insel die Grillen einen unerträglichen Lärm gemacht haben, sobald die Sonne aufging. Vor allem in langen Anstiegen war das echt nervig...

Nach einer erholsamen Nacht ging es dann frühs am 25.06 von Lubenice in den Abstieg zum Strand mit der blauen Grotte. Dorthin kann man auch für teuer Geld von allen kleineren und größeren Häfen der Insel fahren; aber muss ja nicht sein ;) Die Gepäcktaschen hatte ich alle in der nähe des leeren Campingwagens versteckt und das Fahrrad in Lubenice angeschloßen. Es ging also nur mit Sportschuhen und Rucksack nach unten. Süßwasser und Essen hatte ich genug mitgenommen, da der Ab- und Anstieg mit ca. jeweils 1h angegeben wurde. Umso weiter ich nach unten kam, desto schwieriger und steiler wurde es. Aber alles an sich gut machbar. Ich war dann gegen 8 Uhr früh allein an dem wunderschönen Strand. Zur linken sollte sich die blaue Grottebefinden. Meine Schwimmbrille hatte ich auch eingepackt, aber als ich dann im Wasser war und es recht schnell tiefer wurde... ist meine Angst vor tiefem Wasser wieder aufgekommen. Noch dazu war ich ja alleine da. Ich hab dann nur ein paar Steine im flachen Wasser aufgewirbelt um ein paar kleinere Fische zu beobachten, die darunter was zu Essen finden wollten. Wäre noch jemand anderes da gewesen, wäre ich bestimmt mit zur Grotte geschwommen, aber so kam ich mir selbst etwas doof vor und hab mich schon bald wieder an den Aufstieg gemacht. Ingesamt mag ich Salzwasser nämlich nicht wirklich und suche mir viel lieber Seen oder schöne Flüsse zum Planschen aus ;) Auf dem Weg nach oben hab ich dann noch 3 supercoole Österreicher getroffen. Ein absolut geiler Haufen!! Super lustig und unterhaltsam :) Wir haben oben dann noch gemeinsam gefrühstückt und haben uns für später im Ort Osor verabredet

Dort habe ich dann auch Ossi und Karin aus Südtirol wiedergetroffen ;) Ossi hatte mich wohl schon beim Reinfahren in Osor gesehen, aber ich hatte ihren Kommentar unter dem Triglav-Artikel schon wieder halb vergessen bzw. dachte das sie schon weitergefahren sind. Weil so schnell wie ein Auto komm ich nicht voran und deshalb mach ich mir oft gar keine Gedanken, jemand mit Auto nochmal wiederzusehen. Ossi hat mich dann beim zweiten Durchfahren der kleinen Stadt (auf der Suche nach den 3 jungen, lustigen Österreichern) an der Straße herangewunken und mit zu ihrem wunderschönen Platz auf dem Campingplatz mitgenommen. Dort mussten alle Schiffe durchfahren, die von der einen auf die andere Inselseite wollten; jeweils frühs um 9 oder 17 Uhr als die Brücke für sie gedreht wurde und die Autos warten mussten. Wir haben uns dann noch ein wenig im Schatten ihres Wagens unterhalten und ich hab versucht Wolfgang (einer der Österreicher) auf dem Handy zu erreichen. Es hat nicht ganz geklappt und so bin ich erstmal ein grandioses Eis essen gegangen, durch die Stadt spaziert und hab mir gleich nochmal ein Eis geholt, aber diesmal in einem Becher. SUPER LECKER :D

Am Ende hab ich die 3 Österreicher noch wiedergefunden und sie haben noch ein Eis gegessen. Anschließend haben wir uns noch eine Pizza geteilt und Radler getrunken. Dann mussten sie aber auch schon ganz schnell weg, den ein Unwetter zog auf und sie hatten ihre Zelte in der Nähe von Lubenice nicht richtig verschlossen... Ich bin dann in ein Restaurant gegangen und hab kurzerhand beim Reintragen der Auflagen für die Bänke mitgeholfen. Es gab ein Radler for free und ich hab noch gut gegessen dort. Übernachtet habe ich dann gegenüber auf dem Campingplatz bei Ossi und Karin, wo es auch noch eine Kleinigkeit zu essen gab ;)

Am 26.06 ging es dann nach einem Frühstück mit Cafe weiter zur Fähre die mich nach Zadar aufs kroatische Festland zurückbringen sollte. Die Strecke war gut ausgebaut und so kam ich sehr gut voran. Gegen Mittag war ich in Mali Losinj. Einer sehr schönen Stadt, mit vielen Touristen aber auch etwas abgelegeneren Orten wo ich mir meinen Campingstuhl im Schatten von ein paar Bäumen aufgebaut habe und ein paar Pfirsiche verdrückt habe ;) Mit der Fähre ging es dann von 16 Uhr bis 22:30 über viele Zwischenstationen nach Zadar. Es waren auch viele andere Reiseradfahrer mit an Bord und wir kamen schnell ins Gespräch. Sie hatten sich dann noch ein Hostel für die Nacht gesucht, aber beim Aussteigen hat es mir alles etwas zu lang gedauert und außerdem waren mir selbst 8€ für nur Schlafen in einem großen Saal zu doof. Also hab ich gleich in der Nähe vom Hafen mein Zelt auf einer ungenutzten Fläche aufgeschlagen. Da ich sowieso vor der Polizei gegen 5:30 Uhr wach werde, gab es auch keine größeren Probleme als viele kleine Wassertropfen am Innenzelt wegen des Meeres. Das hat mir den Daunenschlafsack etwas feucht gemacht, aber bei dem nachfolgenden Wetter von 30°C ist er schnell wieder getrocknet.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ossi (Montag, 03 Juli 2017 19:47)

    Liebe Grüße aus Osor