Meine Ausrüstung

Mein Fahrrad ist ein TX-800 von der Fahrradmanufaktur und ein paar Sachen gefallen mir daran besonders gut:

Die Griffe (Ergon GP3-L) besitzen sogenannte Bar-Ends, welche man für längere Touren auf jeden Fall haben sollte. Bei mir hat die Gewöhnung zwar etwas Zeit gebraucht und am Anfang leichte Taubheitsgefühle verursacht; aber heute möchte ich nicht mehr drauf verzichten ;) man nutzt sie vor allem für leichte bergab Passagen und für flache Straßen und Radwege. Im Anstieg sind sie widerrum überhaupt nicht zu gebrauchen, weil man dadurch deutlich weniger Kraftübertragung hat. Man greift dann lieber auf die normalen Griffe zurück, welche man sehr fest und nah am Körper greifen kann sowie deutlich mehr Steifigkeit drauf ausüben kann. Auf die Bar-Ends legt man die Hände eher locker drauf, entspannt sich und lässt das Rad rollen 

 

Was allgemein sehr schön ist: die 3 Flaschenhalterungen im Stahlrahmen, die SKS Schutzbleche vorne und hinten, die gute Bereifung mit dem Schwalbe Marathon Mondial, die Tubus-Gepäckträger vorne und hinten, die hydraulischen Felgenbremsen von Magura, der SON 28 Nabendynamo im Vorderrad (den ich aber gerade gar nicht in der Spezifikation finde) und das gute Vorder- und Rücklicht mit Standlichtfunktion von Busch&Müller

 

Das ist dann auch der Grund für den Gesamtpreis von 1699€ bei einem Gewicht von 16,1kg

 

 

 

Als nächstes schauen wir uns meine Ausrüstung mal etwas näher an. Wichtige Sachen sind fett gekennzeichnet! Die Bilder wurden aber auch schon vor 4-5 Wochen in Starnberg aufgenommen... manche Sachen sind nicht mehr aktuell

 

Lenkertasche:

Das wichtigste zuerst: Ortlieb Ultimate 6 Classic. Eine richtig gute und große Tasche mit Magnetverschluss (statt dem elenden Druckknopfsystem, was mich immer genervt hat und umständlich war). Schlüssel, Kettenöl, Luftpumpe, Universal-Toolkit, Batterien zum schnellen Austausch, GPS-Gerät, Sonnenbrille, Portemonnaie mit Kreditkarten, Umhängeschlaufe für die Lenkertasche, was zu Essen, den USB-Adapter um die Bilder von der Speicherkarte auf den Laptop und PC's zu übertragen, Kullis um sich was aufzuschreiben oder anderen den Radreiseblog zu geben, Sonnencreme, Messer/Gabel/Löfel, Kamera, Impfausweis, Reisepass und ein Ersatzstahlkabel zum Befestigen der Lenkertasche am Oberrohr.

 

Vorderradtasche 1 (Essen und etwas Elektronik):

Man sieht viel Energie in Form von Keksen (ohne Schokolade weil sie schmelzen kann), Snickers, Nüsse, NicNac's und eine Thunfisch-Dose. Pfeffer und Salz finde ich wichtig, weil man nahezu überall an Tomaten und Brot kommt. Die Balsamico-Creme ist dann nur der Bonus ;) In die wasserdichte Dose oben rechts kann man die Reste einer Suppe oder der Spaghetti Bolognese sicher und einfach aufbewahren. Den es gibt nichts schöneres beim Radfahren, als mal schnell was gutes zu Essen und gleich weiterfahren zu können. Auf der Dose liegt ein wasserdichter Beutel für die Butter; auch nach 5-7 Tagen bei 30°C schmeckt die Butter immer noch gut und keinesfalls ranzig. Wichtig: wasserdichte Dosen und Beutel kann man auf der Reise fast nirgendwo in gewohnter (deutscher) Qualität nachkaufen! Wenn man sie verliert oder kaputt gehen, hat man gelitten. Feuerzeuge kann man irgendwie auch immer mal wieder gebrauchen. Eine Powerbank ist ein absolutes Muss! Man kann zwar eigentlich immer und überall in Cafes und Restaurant den Strom nutzen, aber wenn doch mal ein Problem auftritt, ist man auf der sicheren Seite. Der Wasserfilter dient eher ebenfalls eher der gefühlten Sicherheit: besser man hat, als man hätte! Eigentlich trinke ich bis jetzt überall das ganz normale Leitungs-, See- und Flusswasser (bis Montenegro). Der Filter kann 99,9% aller biologischen Verunreinigungen herausfiltern, aber eben keinerlei chemische wie Quecksilber, Arsen, ... von daher würde ich mir in unsicheren Ländern sowieso lieber Wasser aus dem Supermarkt kaufen. Toilettenpapier nutzt eigentlich jeder Radreisende lieber als Taschentücher, weil es sich besser portionieren lässt und im Packmaß kleiner ist. Außerdem kann man es ab und zu auch mal auf Toiletten von Restaurants mitgehen lassen...

 

Vorderradtasche 2 (Elektronik, Reparatur und Medizin):

Das elektronische Teil oben rechts habe ich immer noch nicht installiert. Man könnte damit (bei ausgeschaltetem Vorderlicht) die Energie des Dynamo dazu nutzen, sein Handy per USB aufzuladen. Klingt super, aber man müsste es mal installieren lassen und außerdem gibt es wirklich immer und überall Strom; von daher nicht wirklich notwendig und schade um die gut 100€. Vielleicht verschenke ich es mal an einen Couchsurfer; die Anleitung hat auf jeden Fall genug Sprachen ;) Ein Ladegerät für Batterien und ausreichend Batterien sollten mit dabei sein, wenn man ein batteriebetriebenes GPS-Gerät verwendet. Außerdem brauche ich es für das Aufblasegerät von meiner Isomatte (die ist etwas älter und nicht selbstaufblasend). Der Laptop kommt erst in meiner großen Schlaftasche, aber das Ladekabel und die Maus befinden sich in dieser Tasche. Ein Stromverlängerungskabel mit 3 Anschlüssen würde ich jedem empfehlen! Man kann aus einer Steckdose gleich 3mal laden (Laptop, Handy, Batterien, Powerbank) und man gewinnt 2m bis zu der dunklen Ecke in der sich die eigentliche Steckdose befindet. Kabelbinder haben auf der letzten Radreise oft mal geholfen, aber hier noch gar nicht... Ersatzladekabel für das Handy und kleine Ersatzkopfhörer würde ich empfehlen, weil immer mal etwas kleines kaputt oder verloren gehen kann. Einen Ersatzschlauch und Flickzeug sind Standard. Man sollte aber Ersatzteile für seine Spezialteile am Fahrrad (z.B. die Magurabremse) mitnehmen. Eine Wäscheleine mit Klammern ist eher Spielerei; wenn man seine Wäsche irgendwo richtig waschen lässt, haben die auch eine Leine und Klammern... Eine Hängematte und die 2 blauen Befestigungsseile auf dem Bild gehören auch eher in die Kategorie Luxus. Reiseapotheke ist ein muss, aber da muss jeder selbst wissen, was er mitnehmen will. Alles was gekühlt werden muss, bleibt sowieso zu Hause! Ich habe sicherheitshalber nochmal mein altes paar Spanngurte mit Klemmverschluss mitgenommen, aber bis dato noch nie gebraucht. Auf dem Bild unten, schwarz mit der Aufschrift Vaude. Ich benutze sie um meine unterschiedlichen mittelgroßen Packsäcke auf dem Gepäckträger sicher zu verstauen.

 

Hinterradtasche 1 in Richtung Fahrradständer (Schlafen):

Hier haben wir den kompakt gebauten Laptop mit Mauspad drin für den Radreiseblog, zum Surfen, YouTube und Twitch schauen. Durch die kompakte Bauweise kann hoffentlich weniger kaputt gehen ;) Ich empfehle auch eine Schlafmaske und Ohropax. Eine Schlafmaske macht es abends einfach nur dunkler und damit fällt es mir leichter einzuschlafen und die Ohropax dämpfen viele Umgebungsgeräusche angenehm ab. In den Kulturbeutel sollte alles wichtig hereinpassen. Die Isomatte sollte kompakt zu transportieren sein aber auch lang genug für euch sein und locker bis 0°C gehen, das Kopfkissen ist bei mir ein Waschbeutel mit meinen leichten Sommerklamotten (lässt sich prima verformen und man kann weniger oder mehr Klamotten rein tun) und außerdem ein Schlafsack. Ich hab den Daunenschlafsack Lite Line 300 von der polnischen Firma Cumulus für 215€ und bin super zufrieden (Komfort 4°C und Extrem -15°C). Auf dem Bild ist eines meiner beiden Schlösser abgebildet. Es ist das weniger sichere aber dafür deutlich längere Schloss um es nahezu überall anzuschließen (im Gegensatz zu dem Bügelschloss). Die Tasche ist auf der gleichen Seite wie der Fahrradständer, weil man während des Tages nicht darauf zugreifen muss und diese Tasche oft schwieriger zu öffnen ist als die andere hintere große Fahrradtasche.

 

Hinterradtasche 2 (Warme Klamotten und Resterampe):

In dem Beutel sind meine Wanderschuhe (Laufschuhe), das Bügelschloss, ein dunkler Beutel mit Unterwäsche und Socken (Sneaker, normale und richtig dicke Skisocken), ein blauer Beutel mit allen Badesachen (Badelatschen, 2 Mikrofaserhandtücher und meine Schwimmbrille), die Trinkblase für den Rucksack, einen 10-Liter-Wasserschlauch den man zum Durchfahren von Wüsten und Duschen nutzen kann, einen orangen Packsack für alle warmen Klamotten (lange und warme Unterhose und Oberteil, Fleecejacke, ...), 2 Buffs (warmer Hals und warme Ohren) und ein paar dünne aber warme Handschuhe für den Notfall.

  

Zelt, Campingstuhl und Regensachen (direkt auf dem Gepäckträger):

 Das 2-Personenzelt ist ein MSR Hubba Hubba NX und ein Traum: freistehend (man kann es nach einer regnerischen Nacht auch auf einem geteerten Marktplatz aufbauen, weil man es nicht im Boden fixieren muss), trocknet schnell, wiegt nur rund 2,1kg, hat 2 separate Eingänge und lässt sich dadurch leichter durchlüften und es hat große Apsiden wo man seine Radtaschen unterstellen kann. Der "Campingstuhl" ist ein Helinox Chair One mit gerade einmal 960g Gewicht. Er sitzt sich einfach grandios nach einem langen Radreisetag oder bei einer Verschnaufspause zwischendurch! Die Regensachen sind oben auf dem Gepäckträger drauf, um schneller ranzukommen. Sie sind natürlich in einem wasserdichten Packsack und bestehen aus: wasserdichten Regenüberschuhe, Regenhose und Regenjacke.

 

Meine 3 Radflaschen und der Rucksack (auf dem Gepäckträger befestigt):

Der Rucksack hat eine Kapazität von 30 Litern und wiegt ungefüllt nur 700g. Er ist eigentlich für das Trailrunning gemacht und hat daher vorne viele kleine Taschen. Leider ist er aber nicht wasserdicht...

 

 

 

Was man hätte besser machen können:

 

Statt einem Multi-Fuel-Kocher den ich bei meinen Eltern in Leipzig gelassen habe (weil man vor jedem Kochen deinen Adapter auf die Flasche schrauben muss und es dabei immer nach Tankstelle riecht) lieber einen Gaskocher für Europa kaufen. So kann man sich recht leicht einen schönen warmen Kaffee oder Tee zum Frühstück machen. Es gibt zwar weltweit mehrere Systeme/Adapter für Gaskartuschen, aber zumindest in Europa wäre das warme Getränk oder das Essen gesichert :)

 

Wer noch mehr kochen will, kauft sich das Kochset für 2 Personen und vielleicht gleich noch diese Pfanne dazu, welche man perfekt mit dem Kochset zusammen verstauen kann.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    günther mayer (Dienstag, 18 Juli 2017 16:50)

    Servus Axel die tausender fallen nur so gratuliere.

    liebe grüße elisabeth u. günther

  • #2

    Martin (Dienstag, 18 Juli 2017 21:11)

    Hi Axel, viel Spaß weiterhin und immer eine Handbreit Luft zwischen Dir und den LKWs. Grüße vom Werksgelände, Martin

  • #3

    Axel K. (Donnerstag, 20 Juli 2017 14:49)

    Hi Martin. Schön von dir zu Lesen!! ;) Grüße aufs Werksgelände nach Darmstadt zurück. Zum Glück hält das Fahrrad gut durch; in Istanbul werde ich es dann mal richtig durchchecken lassen. Muss bestimmt schon wieder ne neue Kette drauf... Grüße an die Family und Triakollegen :)