Kleiner Überblick über Thailand

 

Hallo Leute.

 

Es werden nun 3 einzelne Artikel zu den Ländern Thailand, Laos und Kambodscha folgen. Dabei geht es nicht um schöne Bilder oder Erlebnisse, sondern um mehr Hintergrundinformationen über das Land, die Leute und die politischen Situationen. Den von der Politik bekommt man recht wenig beim Reisen mit; man ist zu schnell unterwegs, nicht alle Menschen sprechen Englisch und die Gespräche (im Gegensatz zum Couchsurfen) sind nicht so vertraut und lange...

 

Wichtig beim Lesen der Artikel: Es ist sehr wenig Eigenleistung von mir dabei!! Man sollte es mehr als Zusammenfassung der meiner Meinung nach wichtigsten Abschnitte des Leitartikels des Landes bei Wikipedia und weiterführenden Links ansehen. 90% der Texte ist somit von Wikipedia kopiert. Dort kann man sich dann auch noch weitere Informationen holen, wenn man Interesse bekommen hat. Im Gegensatz zur Türkei war es in keiner der von mir bis jetzt bereisten Länder Asiens blockiert.

 

Immer nur schöne Bilder und tolle Geschichten zu posten kann jeder, ist einseitig und spiegelt nicht das wirkliche Leben in den Ländern wieder ;)

 

Wir beginnen heute mit dem vermutlich umfangreichsten Artikel: Thailand. Es ist das Reiseland, welches ich auf jeden Fall nochmal besuchen werde. Das Thaifood ist einfach viel zu gut(!!) und wird von den angrenzenden Ländern Laos und Kambodscha bei Weitem nicht erreicht. Außerdem ist es am Weitesten entwickelt, dadurch aber auch teilweise sehr touristisch und die Menschen sind die freundlichsten die ich bis jetzt auf meiner Reise getroffen habe :)

 

Die beiden auslösenden Ereignisse nun auch mal solche Artikel zu schreiben, waren, dass ich von Thailand nur wusste, dass eine Militärjunta an der Macht ist und, dass das Eintrittsgeld für Angkor Wat erneut gestiegen ist!! Nun liegt es bei 37 US$ für einen Tag und 62 US$ für drei Tage. Ich wollte daher wissen, wohin mein Geld da eigentlich geht und habe etwas über das Unternehmen nachgelesen, welches das Eintrittsgeld kassiert.

 

Die Aufklärung, was eine Militärjunta ist, schicke ich mal vorweg: Eine Militärdiktatur ist ein autoritäres Regime, in dem die politische Führung allein vom Militär oder Teilen des Militärs ausgeübt wird. In einer Militärdiktatur hat das Militär die gesamte Regierungsgewalt in Form einer Junta (Offiziersgruppe) oder eines einzelnen Offiziers inne und kontrolliert diktatorisch die Gesellschaft, die Politik und die Medien.

 

Allgemeiner Überblick über Thailand:

 

Thailand wird als konstitutionelle Monarchie regiert und ist das dichtbesiedelste Land meiner Asienreise mit einer Einwohnerzahl von 68 Millionen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner liegt mit 5.899 US$ ebenfalls am Höchsten (zum Vergleich Deutschland: 41.902 US$). Der Buddhismus ist die dominierende Religion aller drei betrachteten Länder; aber keine Staatsreligion. Er ist je nach Land auch stärker oder schwächer vom Hinduismus beeinflusst (z.B. durch die Götter Shiva, Ganesha und Vishnu). Thailand ist ein Schwellenland mittleren Einkommens. Das Land konnte in den letzten Jahrzehnten die Armut deutlich senken. Dabei profitierte das Land vom Konsum einer wachsenden Mittelklasse und der zunehmenden Integration in den Welthandel. Thailands wichtigste Einnahmequelle ist jedoch der Tourismus. 2015 besuchten 19 Millionen Touristen das Land. Seine Hauptstadt Bangkok war 2016 die meistbesuchte Stadt der Welt (und rangiert auch in aktuellen Rankings unter den Top 10). Für ein asiatisches Land verfügt Thailand über eine (auffallend) alternde Bevölkerung, wie man sie sonst nur aus noch weiter entwickelten Industrieländern kennt.

 

  

Eine Frau bekommt im Durchschnitt 1,4 Kinder (1970: 6,9 Kinder). Aufgrund der niedrigen Fertilitätsrate könnte Thailand laut UN-Zahlen 2050 eine der ältesten Gesellschaften der Welt sein. Deutsche Frauen bekommen im Durchschnitt übrigens 1,5 Kinder. Die Statistik steht im Gegensatz zu dem, was man auf der Straße und beim Reisen wahrnimmt: viele spielende Kinder die einem Zuwinken :) Aber vermutlich liegt es an der Wahrnehmung: In Deutschland sind die Kinder nicht so oft auf den Einkaufsstraßen präsent; sie spielen nicht direkt neben dem kleinen Restaurant oder Verkaufsshop der Eltern sondern sind zu Hause vor dem Computer, draußen am Fußball spielen oder in der Schule. In Thailand herrscht übrigens allgemeine Schulpflicht von 9 Jahren; bis vor 40 Jahren war es den Eltern hingegen freigestellt, ob sie das Kind zur Schule schicken oder sie Unterstützung bei der Feldarbeit (vorwiegend Reisanbau in den Provinzen) benötigen. Die von der UNESCO ermittelte Analphabetenrate liegt bei nur etwa 4,5 % (2000) und damit auf dem Niveau der Europäischen Union.

 

Der ehemalige König Bhumibol Adulyadej und die konstitutionelle Monarchie:

 

Thailand ist seit einem unblutigen Umsturz im Jahr 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Staatsoberhaupt ist der König, der gleichzeitig oberster Schirmherr des Buddhismus in Thailand ist. Die Königswürde ist erblich; gemäß dem Thronfolgegesetz aus dem Jahr 1924 bestimmt der König allein seinen Nachfolger. Der König hat keinen direkten Einfluss auf die Tagespolitik, sondern nimmt im Wesentlichen repräsentative Aufgaben wahr. In Krisenzeiten hat er aber direkt interveniert und auch später – teilweise sehr deutlich – in Reden Stellung zu politischen Fragen bezogen. Die Monarchie in Thailand wird in dem von Korruption und großem Unterschied zwischen Arm und Reich geprägten Land als wichtigster Stabilitätsfaktor angesehen. Ein kleiner Vorschub um das schon jetzt besser zu verstehen: in Thailand gab es 21 versuchte oder erfolgreiche Putsche/Staatsstreiche seit 1933

 

König Bhumibol Adulyadej war seinerzeit das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt (vor Elisabeth II. von Großbritannien seit 1952) und der am längsten amtierende Monarch in der Geschichte Thailands. Im Jahre 2006 fanden in Bangkok anlässlich seines 60-jährigen Thronjubiläums umfangreiche Feiern statt. 

 

Am 13. Oktober 2016 starb er im Siriraj-Krankenhaus in Bangkok an den Folgen eines Nierenversagens und einer Lungenentzündung im Alter von 88 Jahren. Die Regierung legte zunächst eine Staatstrauer von einem Jahr fest. Angestellte staatlicher Betriebe, Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes mussten schwarze Kleidung tragen. Für die ersten dreißig Tage nach dem Tod des Monarchen wurden zudem weitreichende Maßnahmen angeordnet. So wurden an staatlichen und öffentlichen Gebäuden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Die Bevölkerung sollte sich „angemessen“ kleiden. Die offiziellen Fernseh- und Radioprogramme wurden eingestellt. Über alle in Thailand zu empfangenden Sender wurden nur Beiträge über den König oder den Königshof ausgestrahlt, und zwar nur in Schwarz-Weiß. Dies betraf auch ausländische Sender. Theateraufführungen wurden teilweise abgesagt oder verschoben. Kinos blieben jedoch noch geöffnet. Veranstaltungen wie Konzerte, Livemusik oder Bühnenshows durften nicht durchgeführt werden. Viele Nachtclubs und Bars wurden ebenfalls geschlossen.

 

Für westliche Menschen etwas ungewöhnlicher ist der ausgeprägte Personenkult um den thailändischen König; vor allem den bereits genannten Bhumibol Adulyadej. Auf vielen Straßen sind große Plakate und "Schreine" mit seinem Konterfei aufgebaut. Er war von 1946 bis 2016 Staatsoberhaupt Thailands und ist auf dem 1.000-Baht-Geldschein (rund 250 €) abgebildet. Auf den anderen Scheinen sind ebenfalls Könige abgebildet. Kleine Anekdote die mir erzählt wurde: Man sollte sich nicht mit dem Fuß oder Schuh auf einen Geldschein stellen, da es sonst wohl zu einer Anklage wegen Majestätsbeleidigung kommen könnte.  

 

Der Vorwurf der Majestätsbeleidigung wird nicht vom König selbst oder vom Hofe erhoben, sondern von Politikern, Staatsanwälten und von den Polizeiorganen verfolgt. In der thailändischen Politik wird dies häufig benutzt, um den politischen Gegner anzuschwärzen, ihm Mangel an Loyalität zum König und zum Staat generell zu unterstellen und seine Sympathien bei der Bevölkerung zu schmälern oder ihn ganz auszuschalten.

  

König Bhumibol selbst hat sich in seiner Geburtstagsrede 2005 dahingehend geäußert:

 

„Wenn man sagt, der König darf nicht kritisiert werden, würde das bedeuten, dass der König nicht menschlich ist. … Wenn der König keine Fehler machen kann, ist es, als würde man auf ihn herabsehen und ihn nicht als ein menschliches Wesen behandeln. Aber der König kann Fehler machen.“

  

Große öffentliche Bekanntheit hatte die Zuneigung Bhumibols zu seinem Haustier, der Hündin Tongdaeng, die aus dem Wurf eines Straßenhundes stammte und die der König 1998 als Welpen aufnahm. Er verfasste einen Roman über sie, der in Thailand zum Bestseller wurde, ins Englische übersetzt und verfilmt wurde. Um das strenge Majestätsbeleidigungsgesetz zu umgehen, wurden gegen Ende der Herrschaft Bhumibols Diskussionen über die Thronfolge in Texte über Tongdaeng und Fufu, den Pudel von Kronprinz Vajiralongkorn verpackt. Tongdaeng starb Ende 2015.

 

Politik:

 

Im Länderbericht Freedom in the World 2017 der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Freedom House wird das politische System des Landes als „unfrei“ bewertet. In der Kategorie „politische Rechte“ erhält Thailand die Note 6, bei der Wahrung der Bürgerrechte erhält das Land ebenfalls die Note 5 (die Note 1 ist die Beste und die 7 die Schlechteste). Thailand ist politisch stark gespalten und zeitweise instabil. Seit 2014 wird das Land vom Militär regiert. Ein Referendum im Jahre 2016 erlaubt dem Militär langfristige Machtausübung und leitete den Umbau in ein autoritäres System ein.

 

Thaksin Shinawatra („Rothemden“)

 

Seit der Regierungszeit von Thaksin Shinawatra (2001–2006) ist die Politik des Landes von einem anhaltenden Konflikt und einer tiefen Polarisierung zwischen zwei Lagern, die üblicherweise mit den Farbcodes „gelb“ und „rot“ bezeichnet werden, geprägt.

 

Der ehemalige Polizeioffizier und promovierte Kriminologe gründete 1987 das IT-, Telekommunikations- und Medienunternehmen Shin Corp., das ihn zu einem der reichsten Männer Thailands machte. 1994 ging er in die Politik, 2001 wurde er nach einem Erdrutschsieg der von ihm gegründeten Thai-Rak-Thai-Partei (TRT) Ministerpräsident.

 

Thaksins Regierung bekämpfte die Armut, besonders in ländlichen Gebieten, führte allgemeinen Zugang zur Gesundheitsversorgung ein und investierte in die Infrastruktur. Thaksin erklärte einen „Krieg gegen Drogen“, in dem über 2500 Menschen starben, und bekämpfte den muslimischen Aufstand in den Südprovinzen gewaltsam. Thaksin war der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident, der die volle vierjährige Amtszeit ausüben konnte, und wurde 2005 mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Andererseits machte er sich Gegner durch seinen autoritären Führungsstil, Einschränkung von Freiheitsrechten und demokratischen Partizipationsmöglichkeiten (abgesehen von Wahlen), Behinderung der Opposition und kritischer Presse; Menschenrechtsverletzungen im „Krieg gegen Drogen“ und im ab 2004 eskalierenden Konflikt in den Südprovinzen; die Privatisierung von Staatsunternehmen und neoliberale Reformen zur Straffung der Verwaltung sowie ein Freihandelsabkommen mit den USA.

 

Nachdem er milliardenschwere Anteile an seinem Unternehmen steuerfrei an ausländische Investoren verkauft hatte, kam erhebliche Kritik auf. Eine Bürgerbewegung gegen Thaksin, die Volksallianz für Demokratie („Gelbhemden“), führte Massenproteste durch, warf ihm Korruption, Amtsmissbrauch und Streben nach Alleinherrschaft vor. Darin schlossen sich Menschen- und Bürgerrechtler, Gewerkschaften und Graswurzelbewegungen, aber auch Royalisten, Nationalisten und Religiöse zusammen. Thaksin reagierte mit Neuwahlen 2006, die die Opposition boykottierte und die im Nachhinein vom Verfassungsgericht für ungültig erklärt wurden.

 

Am 19. September 2006 putschte das Militär, die TRT-Partei wurde verboten und Thaksin mit einem Politikverbot belegt. 2008 wurde er wegen Amtsmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt, er war jedoch bereits zuvor ins Ausland geflohen und hält sich seither außerhalb Thailands auf. Thaksin beeinflusst die Politik Thailands weiterhin. Von 2011 bis 2014 war seine Schwester Yingluck Shinawatra Ministerpräsidentin.

 

Die Verfassung von 2007 ist infolge des Militärputsches vom 22. Mai 2014 außer Kraft gesetzt und durch eine Interimsverfassung ersetzt. Die Gesetzgebung wird vorübergehend von einer Nationalen Legislativversammlung mit 220 vom Militär ausgewählten Mitgliedern ausgeübt. Ein Nationaler Reformrat mit 250 Mitgliedern, ebenfalls vom Militär ausgewählt, soll Vorschläge für politische Veränderungen geben. Ein 36-köpfiger Ausschuss hat den Auftrag, eine neue Verfassung auszuarbeiten. Über alle politischen Aktivitäten wacht der von der Militärführung gebildete „Nationale Rat zur Erhaltung des Friedens“, der durch das geltende Kriegsrecht mit außerordentlichen Befugnissen ausgestattet ist. Der Vorsitzende des Nationalen Rats zur Erhaltung des Friedens, General Prayut Chan-o-cha, ist zugleich Premierminister. Seinem Kabinett gehören größtenteils aktive oder pensionierte Militärs an.

 

Menschenrechte:

 

Menschenrechtsverletzungen werden vor allem der Polizei vorgeworfen, die Gefängnisinsassen misshandelt oder verhaftete Personen, vor allem im Konflikt in Südthailand, foltert oder verschwinden lässt. Das Militär schränkt nach jedem Militärputsch erfolgreich die Rede-, Versammlungs- und Pressefreiheit ein; die Behörden zwingen mit Gerichtsverfahren (um Rufschädigung oder Verrat) die Medien zur Selbstzensur. Neben China und Kambodscha setzt auch die Thailändische Polizei Schlagstöcke mit Metallspitzen ein, die in jedem Fall zu schweren Verletzungen beim Einsatz führen. Die massivsten Menschenrechtsverletzungen werden von nicht-staatlichen Stellen, jedoch mit Billigung der zuständigen Behörden begangen.

 

Prostitution:

 

Vorsichtige Schätzungen gehen von 200.000 bis 300.000 thailändischen Prostituierten aus, von denen 30.000 bis 40.000 minderjährig sind. Dazu kommen zahlreiche Prostituierte aus den Nachbarländern. Öffentliches Werben für Prostitution und Ansprechen von potentiellen Freiern ist in Thailand offiziell illegal, faktisch wird es aber zumeist geduldet.

 

Thailand ist auch ein Zielland für den Menschenhandel, die meist aus den Nachbarländern illegal ins Land gekommenen Menschen werden ausgebeutet. Für die gleichen Zwecke werden auch Menschen aus Thailand in andere Länder Europas, Amerikas und des nahen Ostens und Japan geschmuggelt.

 

In Thailands Fischereiflotten sind Zwangsarbeit und andere Menschenrechtsverletzungen weitverbreitet. Laut einem Bericht von Human Rights Watch werden Fischer, die aus südostasiatischen Nachbarländern nach Thailand einwandern, als Arbeitskräfte an Fischereiflotten verkauft. Sie erhalten ihr Gehalt nicht pünktlich, werden unterhalb des Mindestlohns bezahlt und werden in Schuldknechtschaft gehalten, um zu verhindern, dass sie den Arbeitgeber wechseln. Thailändisches Arbeitsrecht gewährt den Arbeitsmigranten keinen Schutz und erlaubt ihnen nicht, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

 

In Thailand gibt es die Todesstrafe, die seit 2003 durch die Giftspritze vollzogen wird. Im Jahr 2012 warteten etwa 2500 Menschen – hauptsächlich wegen Drogendelikten – in den thailändischen Gefängnissen auf ihre Hinrichtung.

 

Pressefreiheit:

 

Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Thailand Platz 142 von 180 Ländern. In Thailand sitzen zwei Blogger und Bürgerjournalisten in Haft. Die Situation der Pressefreiheit im Land wird von Reporter ohne Grenzen als „schwierig“ eingestuft.

 

Korruption:

 

Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International belegte Thailand im Jahr 2014 Rang 85 von 175. Korruption gehört in Thailand seit jeher zum alltäglichen Leben. Über die Hälfte der thailändischen Haushalte erleben Korruption als Alltag. Im Vergleich zu 2014 hat sich die Lage bis 2016 weiter verschlechtert. Im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) der Transparency International belegte das Land gemeinsam u.a. mit Peru, Gabun und den Philippinen Platz 101 von 176 Ländern (Stand 2016).

 

Über 75 % der Firmen geben an, regelmäßig bis immer bestechen zu müssen. Über 10 % der Privatpersonen geben an, Bestechungszahlungen leisten zu müssen. Insbesondere gilt die thailändische Polizei als Drahtzieher krimineller Machenschaften und als korrupt. So wird zum Beispiel bei Verkehrsvergehen in der Provinz Chon Buri die Geldstrafe, ohne Quittung an Ort und Stelle durch die Polizeibeamten kassiert. Eigentlich müssen Geldstrafen in Thailand grundsätzlich auf dem nächsten Polizeirevier beglichen werden. Besondere öffentliche Aufmerksamkeit erlangten im Juni 2009 Fälle von 150 Erpressungen, bei denen Touristen des Ladendiebstahls bezichtigt wurden und sich freikaufen mussten. Verschiedene europäische Länder warnen mittlerweile vor solchen Betrugsmaschen der thailändischen Polizei.  

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Kommentare: 3
  • #1

    Micha (Montag, 12 Februar 2018 14:59)

    Wieder etwas hier gelernt.
    Eine Graswurzelbewegung kannte ich bisher noch nicht.
    Mir gefällt dein persönlicher Reisebericht allerdings besser, Axel.
    Trotzdem habe ich diesen und den von Laos bis zum Ende gelesen.

    Alles gute dir noch
    Liane und Micha

  • #2

    Axel (Montag, 12 Februar 2018 15:37)

    Hi Micha.
    Vielen Dank! Ich freu mich immer über ehrliche Kommentare ;)
    Mir hat es voll Spaß gemacht, etwas mehr über meine Reiseländer zu erfahren :)
    LG vom schwülen Kambodscha ins kalte Deutschland

  • #3

    Elisabeth und Günther Mayer (Montag, 12 Februar 2018 19:57)

    Hallo, verfolgen aufmerksam deine Reise. Wir fliegen am 16. Feber nach Phuket und bleiben dort 3 Wochen.
    Glg