Siem Reap und der Angkor Wat Nationalpark

 

Kleine Erklärung zur Website: Wie man sieht sind die Vorschaubilder auf der Startseite für jeden Artikel nun (wieder) deutlich größer. In diesem Artikel werdet ihr sehen, warum das eine gute Nachricht ist. Kurz gesagt, wollte ich vorher kleinere Vorschaubilder haben, aber dadurch konnte ich dann Einzelbilder in meinen Artikeln nicht mehr richtig groß machen...

 

Nachdem ich mir in Phnom Penh das Nationalmuseum, das bedeutendste Killing Field und das Foltergefängnis S-21 angeschaut hatte, ging es mit dem Bus weiter nach Siem Reap. Das ist die Stadt die gleichbedeutend mit dem Angkor Wat Nationalpark genannt wird und sich nur 6km südlich befindet. Sie dient allen Reisenden als Ausgangspunkt für einen oft mehrtägigen Besuch der Ruinen von Angkor. Der Nationalpark umfasst, neben dem bekanntesten Tempel Angkor Wat, auch noch mehr als 25 weitere Tempel die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden. Aus diesem Grund habe ich meine beiden Besichtigungstage mit dem Fahrrad absolviert; weil das Schwitzen bei 30°C und hoher Luftfeuchtigkeit kann man auch in einem TukTuk nicht umgehen...

 

Die Eintrittspreise für Angkor kennen nur eine Richtung: nach oben! Aktuelle Preise von Anfang 2018:

Tagesticket Angkor:    Eintritt 37,- US$ pro Person (früher: 20,- US$)
3 Tage Ticket Angkor: Eintritt 62,- US$ pro Person (früher: 40,- US$)
7 Tage Ticket Angkor: Eintritt 72,- US$ pro Person (früher: 60,- US$)

 

Der Gültigkeitszeitraum für das 3 Tage Ticket sind 7 Tage

Der Gültigkeitszeitraum für das 7 Tage Ticket sind 30 Tage

Jeden Tag wird das, mit einem Foto personalisierte Ticket, gelocht

 

Mein Hostel kann ich nur wärmstens Weiterempfehlen: Siem Reap Bunk Bed Station Hostel & Bar. Die aktuelle Bewertung bei Booking.com liegt bei 9.9 von 10! Es hat erst im Januar 2018 eröffnet und der Besitzer ist ein junger Mann in Alter um die 25 Jahre. Er ist in Siem Reap geboren und aufgewachsen und war nach der Schule für 7 Jahre in Bangkok. Das ist auch der Grund, warum er so gutes Englisch spricht. Das Elternhaus befindet sich direkt hinter dem Hostel; sie haben ihn finanziell unterstützt. Die Sauberkeit, Betten und Freundlichkeit des Personals machen es zu einem der schönsten Hostels in denen ich bis jetzt war! Auf dem Link oben kann man sich auch noch Bilder anschauen...

 

Die ersten 3-4 Tage habe ich nur am Blog gearbeitet und danach ging es in das Museum von Siem Reap:

 

 

Ich denke jetzt habt ihr verstanden, was ich ganz oben mit den neuen Einstellungen für Bilder gemeint habe ;) 

 

Dadurch wirken sie einfach viel beeindruckender! Love it :)

 

Das Museum hat mir insgesamt nicht so gut gefallen. Die Ausstellungsstücke waren sehr gut, aber die Wegführung und Raumaufteilung sowie der Audioguide waren einfach nur schlecht (nervige deutsche oberlehrerhafte Sprecherin, ewige Figurenbeschreibungen statt sich auf die wichtigen und interessanten Details zu konzentrieren und dann auch noch ständige Hintergrundmusik über ihrer Stimme)...

 

Am nächsten Tag ging es dann aber mit dem Rad in den Angkor Wat Nationalpark hinein :D

 

Wir starten jetzt mit dem Osttor von Angkor Wat:

 

 

Die asiatischen Männer in den nachfolgenden Bildern sind die Guides von Pärchen oder einer kleinen Gruppe. Dabei hört man neben Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch auch andere Sprachen die man nicht wirklich zuordnen kann und man mit asiatisch Umschreiben würde :D

 

 

Wir laufen weiter zum Haupttempel von Angkor Wat und machen später auch die typischen Fotos von Richtung Westtor:

 

 

Als nächstes ging es auf den Angkor Wat Viewpoint:

 

 

Anschließend ging es zum Baksei Chamkrong; mein erster kleiner Geheimtipp:

 

 

Der nächste kleine Tempel liegt nur 2 Minuten entfernt, ist ebenfalls ein Geheimtipp und heißt Prasat Bei:

 

 

Wie man sieht, hatte man da schön seine Ruhe! :D Es war halt selbst auf meiner Offline-Navigations App namens MapsMe fast nicht zu sehen, neben all den großen markierten Tempeln :)

 

Als nächstes bin ich wieder auf die größere Straße gefahren und habe noch ein paar schöne Bilder des Südtores von Angkor Thom machen können:

 

 

Danach ging es zum sehr schönen Bayon Tempel:

 

 

Neben dem Tempel gab es noch eine Infostation, bei der beschrieben und gezeigt wurde, wie die riesigen schweren Steine bewegt wurden. Dazu wurden kleinere 5cm tiefe Löcher in die Steinblöcke gehauen und mit Stöcken und einer Hebevorrichtung angeblich so lange gegeneinander verschoben/geschleift bis alles gepasst hat :D

 

 

Der nächste Tempel ist Baphuon; das Panorama ist von der seitlichen Rückseite aufgenommen:

 

 

Direkt neben dem Tempel waren auf der Straße nach Norden noch ein paar Elefanten zum Gucken ;)

 

 

Anschließend ging es ganz kurz auf die Straße östlich von Angkor thom; dort waren ein paar sehr schöne kleine Tempel gebaut worden ;)

 

 

Danach ging es beim Osttor raus...

 

 

Dann gab es mit Thommanon links und Chau Say Tevoda rechts noch zwei kleinere Tempel von denen ich aber nur Bilder von außen gemacht habe; nach 3h bei 30°C und 80% Luftfeuchte musste ich einfach Energie sparen :D

 

 

Als vorletzter an diesem Tag folgte nun der Ta Koe:

 

 

Der letzte Tempel war der Tomb Raider Tempel oder auch Ta Phrom genannt ;)

 

 

Ich hab dann erstmal einen vollen Ruhetag eingelegt und hab mich etwas von der Hitze und den vielen Eindrücken erholt ;)

 

Danach ging es wieder mit dem Rad in den Angkor Wat Nationalpark. Dazu ein kleines Video:

 

 

Nach ein paar Minuten bin ich dann beim Preah Khan Tempel angekommen:

 

 

Hier nochmal eine schöne Detailaufnahme einer Wand und der reichhaltigen und feinen Verzierung. Wenn man sich vorstellt wie unglaublich groß dieser Tempel war, und wie reichhaltig er zur damaligen Zeit verziert sein musste... unglaublich! Heute sind vor allem die Außenbereiche durch den Regen, Witterung und früherer Kunstdiebstahl schon etwas mehr mitgenommen; aber oft trotzdem noch immer sehr beeindruckend! :)

 

 

Hier noch mein persönliches Highlight am zweiten Tag: ein fast komplett dunkler Raum!! Warum ist das so beeindruckend: oft haben die Räume Fenster oder das Tageslicht scheint passive herein. Dieser Raum war etwas speziell angeordnet, sodass allgemein wenig Licht hereinkam und dann nochmal ein Vorraum. Bei dem Raum dahinter ging mir echt das Herz auf: komplett dunkel und die 2-3 kleinen Stellen wo Licht hereinkam; da konnte man einfach erkennen, wie gut die Verarbeitungsqualität der anderen Steine gegeneinander gelungen war... grandios! Wirklich :D

 

 

Anschließend ging es zu einem Halt an dem ich mir eigentlich einen größeren Tempel anschauen wollte; beim Fahrrad abstellen aber dann diesen kleinen, wunderschönen Tempel namens Krol Ko entdeckt habe. Wie man im letzten Bild sieht, war keine andere Menschenseele da ;)

 

 

Dann ging es zu dem weit aus größerem und bekannterem Tempel Neak Pean auf der anderen Straßenseite: mein absolutes Lowlight des gesamten Angkor Wat Nationalparks :D

 

 

Anschließend war ich von der Sonne und der langen Zeit unterwegs schon etwas angeschlagen und habe mir vor dem Ta Som Tempel erstmal eine kleine Erholungspause bei ner kalten Coke gegönnt ;)

 

 

Auf dem letzten Bild sieht man größere schwarze Punkte an der Wand. Zum Glück habe ich mir mit einem Mann neben mir etwas Zeit gelassen um die Fotos zu schießen, deshalb habe ich noch hohe Laute gehört und siehe da: es waren Fledermäuse!! :D mein zweites Highlight des Tages! Unerwartet und total schön ;)

 

 

Mit diesem schönen Erlebnis ging es zum vorletzten Tempel des Tages, dem Östlichen Mebon:

 

 

Der letzte Tempel des Nationalparks war für mich dann der Pre Rup:

 

 

Das war es :)

 

Was man auf keinem der Bilder sieht ist die enorme Hitze, hohe Sonneneinstrahlung und die hohe Luftfeuchte. Alles zusammen sorgt dafür das man nach 2-3h schon keine Lust mehr hat, und laut darüber nachdenkt: "Reicht es nicht eigentlich auch beim nächsten Tempel nur ein Foto von außen zu machen?" :D

 

Alles in allem hat es mir dann doch gefallen; auch nach anfänglichen Bedenken wegen des hohen Preises und der Korruption in dem Land... mir haben aber vor allem kleinere Tempel gefallen! Angkor Wat an sich fand ich nicht nur aufgrund der vielen Touristen gar nicht so besonders. Aber ich kenn mich ja selbst: große Highlights "die jeder mal gesehen haben muss" interessieren mich nicht so stark wie Instagram-Kiddies. Aber zum Glück gab es ja genug Tempel für alle ;)

 

Ach ganz am Ende auf dem Heimweg habe ich mir noch eine alte Wassermühle angeschaut. Die Kids hier baden immer mit den ganzen Klamotten an :)

 

 

Da ich am zweiten Tag schon etwas eher fertig geworden bin, wollte ich nochmal zu dem großen See südlich von Siem Reap fahren. Daraus ist dann nicht so viel geworden, weil Trockenzeit war und damit hatte sich der See "weit" zurückgezogen. Am Ende sind noch die folgenden Bilder vom Sonnenuntergang rausgekommen :)

 

 

Mit diesem schönen Stimmungsbild soll dann für heute aber auch Schluss sein ;)

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Steffen (Mittwoch, 28 Februar 2018 18:34)

    Sehr fleissig! Ich freu mich schon mir das nochmal in Person anzuhoeren und dann auch anzuschauen :) Bis uebermorgen!

  • #2

    Silke (Mittwoch, 28 Februar 2018 18:48)

    Nein, ich bin überhaupt nicht neidisch auf euch :P Viel Spaß beim Reisen & Entdeckung!

  • #3

    die Leipziger (Mittwoch, 28 Februar 2018 21:42)

    Toll - einfach nur toll - Junge.
    Deine Schilderungen sind Spitze!
    Sind stolz auf dich.
    Vati und Mutti

  • #4

    AXELonthebike.de (Donnerstag, 01 März 2018 03:37)

    Hallo Freunde und Familie!
    Schön das es euch so gut gefällt ;)

    War rückblickend mit den Bildern sogar noch schöner als vor Ort. Die äußeren Bedingungen waren schon echt hart...

  • #5

    Micha (Freitag, 02 März 2018 11:02)

    Hut ab, wieder einmal ein toller Bericht der einen "dabei" sein lässt.
    Die vielen Bilder sind schon Klasse, vor allem die Beschreibungen dazu.
    Hast wieder mal meine Woche gerettet! :-)

    Liane und Micha

  • #6

    Renate Bender (Freitag, 02 März 2018 16:25)

    einfach nur wow......sehr beeindruckend. Da möchte ich auch hin. Hast die Lust echt verstärkt :-)

  • #7

    Heidi Erbarth (Donnerstag, 22 März 2018 14:34)

    Lieber Axel, ganz toll, wie du das durchstehst, beeindruckende Fotos machst und dazu noch die
    Textbeschreibung. Was du so alles erlebt hast, ist einfach unbeschreiblich. Wünsche dir für den Rest
    der Reise noch ganz viel Glück, liebe Grüße Heidi